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Kindeswohl & Kindesschutz

Kinder und Jugendliche sind für ihre Entwicklung auf Schutz und Förderung angewiesen. Sie brauchen unter anderem beständige und liebevolle Beziehungen, Sicherheit, individuelle und entwicklungsgerechte Erfahrungen, Grenzen und Strukturen sowie stabile und unterstützende Gemeinschaften. In erster Linie sind die Eltern verpflichtet, für die Grundbedürfnisse ihrer Kinder zu sorgen und deren Entwicklung zu fördern. Sie tragen die Hauptverantwortung für das Wohl ihrer Kinder .

Die schweizerische Bundesverfassung hält in Artikel 11 fest: „Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit und auf Förderung ihrer Entwicklung.“

Das Kindeswohl wird insbesondere durch Vernachlässigung, körperliche oder psychische Misshandlung oder sexuellen Missbrauch gefährdet.

Vorgehen bei einer Kindeswohlgefährdung

  • Die Eltern sind in der Lage und bereit, selbst Lösungen zu suchen, um die Kindeswohlgefährdung abzuwenden. Eigene Lösungen der Eltern können zum Beispiel darin bestehen, die Hilfe und Unterstützung von Beratungsstellen in Anspruch zu nehmen.
  • Die Eltern sind nicht in der Lage oder nicht bereit, selbst etwas gegen die Kindeswohlgefährdung zu tun. Nur in diesem Fall, wenn die Eltern ihre Elternpflichten nicht wahrnehmen, kommen Kindesschutzmassnahmen zum Zug.

Anordnung von Kindesschutzmassnahmen

Für die Anordnung von Kindesschutzmassnahmen ist grundsätzlich die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) zuständig. Sie orientiert sich dabei an den folgenden Grundsätzen:

  • Die Kindesschutzmassnahme ist frühzeitig anzuordnen. Damit soll vermieden werden, zu einem späteren Zeitpunkt umso intensiver ins Familiensystem eingreifen zu müssen.
  • Es ist die mildeste Kindesschutzmassnahme, die in der konkreten Situation Erfolg versprechend ist, zu wählen. Die gewählte Massnahme soll die Elternrechte so wenig wie möglich, aber so stark wie nötig einschränken.
  • Die Kindesschutzmassnahme soll die Bemühungen der Eltern ergänzen oder ihre Fähigkeiten stärken – und nicht ersetzen. Im Vordergrund steht die „Hilfe zur Selbsthilfe“.
  • Die Kindesschutzmassnahme hat einzig zum Ziel, das Kindeswohl zu sichern oder wieder herzustellen. Sie ist keine Sanktion gegen die Eltern, sondern soll als Unterstützung dienen.

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