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Pflegekinder

Pflegefamilien nehmen Kinder bei sich auf, wenn deren Eltern nicht in genügendem Ausmass für den Schutz, die Betreuung und die Förderung des Kindes sorgen können und deshalb seine Entwicklung gefährdet ist. Die Unterbringung eines Kindes in einer Pflegefamilie kann freiwillig erfolgen oder behördlich angeordnet werden. Das Ziel ist dasselbe: Mit der Fremdunterbringung des Kindes soll es die Möglichkeit erhalten, sich trotz belastender Lebenssituation in einem förderlichen und unterstützenden Umfeld gesund zu entwickeln. Die Aufgaben der Pflegefamilie sind komplex und anspruchsvoll. In ein Pflegeverhältnis sind nebst der Pflegefamilie, dem Pflegekind oder der Herkunftsfamilie meist auch Behörden, Fachstellen und weitere Organisationen involviert.

Die Betreuung eines Kindes in einer Pflegefamilie ist einer Bewilligungs- und Aufsichtspflicht unterstellt und in der eidgenössischen Pflegekinderverordnung (PAVO) und in der kantonalen Pflegekinderverordnung (PVO)  geregelt. Die Bewilligungsvoraussetzungen sind in den Richtlinien für die Fremdunterbringung eines Kindes konkretisiert. Von zentraler Bedeutung für die Betreuung eines Kindes in der Pflegefamilie sind die Standards für die Unterbringung und Betreuung von Kindern ausserhalb ihrer Herkunftsfamilie.

Ist die Platzierung eines minderjährigen Kindes in einer Pflegefamilie durch eine ausländische Behörde vorgesehen, namentlich aus einem anderen Haager Vertragsstaat, sind auch die Voraussetzungen gestützt auf Art. 33 des HKsÜ sowie Art. 2a und Art. 6 PAVO sowie Art. 4 PVO zu berücksichtigen.


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