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Wechsel des Wohnortes des Kindes

Die gemeinsam sorgeberechtigten Eltern entscheiden gemeinsam über den Wohnort des Kindes. Wenn ein Elternteil den Wohnort des Kindes wechseln will, muss der andere Elternteil zustimmen, sofern der neue Wohnort des Kindes im Ausland liegt oder wenn der Wechsel des Wohnortes erhebliche Auswirkungen auf die Ausübung der elterlichen Sorge und den persönlichen Verkehr hat. Bei fehlender Zustimmung kann die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) angerufen werden. Diese trifft, nach Einholung einer Stellungnahme des andern Elternteils, i.d.R. einen schnellen Entscheid über die Zustimmung zum Wohnortwechsel. Danach werden die Kindesbelange in einem ordentlichen Verfahren angepasst, falls sich die Eltern nicht einigen können.

Hinweis: Der Wechsel des Wohnortes des Kindes kann in der Regel, ausser in extremen Einzelfällen, bei denen das Kindeswohl durch den Wohnortwechsel stark gefährdet wird, durch den nicht hauptsächlich betreuenden Elternteil nicht verhindert werden. Der Gesetzgeber möchte lediglich sicherstellen, dass die Kindesbelange durch die Kindesschutzbehörde schnellstmöglich an die neuen Verhältnisse angepasst werden. Die gemeinsam sorgeberechtigten Eltern sind in erster Linie dazu angehalten eine einvernehmliche Lösung zu treffen. Sie haben gemeinsam Lösungen zum Wohl des Kindes zu finden und diese gemeinsam zu verantworten.

Will der allein sorgeberechtigte Elternteil den Wohnort des Kindes wechseln, so muss er den anderen Elternteil rechtzeitig darüber informieren. Dieselbe Informationspflicht hat ein Elternteil, der seinen eigenen Wohnsitz wechseln will. Die Zustimmung des anderen Elternteils bzw. der KESB ist in diesen beiden Fällen nicht notwendig.


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