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Anstellungsverfahren

Die Anstellung von Inhaberinnen und Inhabern von kantonal besoldeten Gemeindepfarrstellen erfolgt durch den Kirchgemeinderat mit einem unbefristeten öffentlich-rechtlichen Arbeitsvertrag. Vor Abschluss des Arbeitsvertrages bedarf es der Zustimmung der Kirchgemeindeversammlung. Das Organisationsreglement der Kirchgemeinde kann das Mitwirkungsrecht der Kirchgemeindeversammlung ausschliessen.

Das Anstellungsverfahren ist im Kirchengesetz in Art. 31 und in der Verordnung über das Arbeitsverhältnis der Inhaberinnen und Inhaber von Pfarr- und Hilfspfarrstellen (APHV).

Anstellung an Gemeindepfarrstellen

Gestützt auf die rechtlichen Grundlagen sind bei der Neubesetzung einer Pfarrstelle im Wesentlichen folgende Schritte zu vollziehen:

  1. Eine Kündigung ist der oder dem Beauftragten für kirchliche Angelegenheiten unverzüglich zu melden.
  2. Der Kirchgemeinderat schreibt vakante Pfarrstellen in kirchlichen Fachorganen aus. Er koordiniert die Ausschreibung mit dem oder der Beauftragten für kirchliche Angelegenheiten zwecks zusätzlicher Veröffentlichung im kantonalen Stellenmarkt (Tel. 031 633 47 17) bzw. auf der Webseite der oder des Beauftragten für kirchliche Angelegenheiten. 
    Ein Formular für das Erfassen der Informationen steht zur Verfügung:
    Angaben für die Ausschreibung offener Pfarrstellen (Word, 27 KB).
  3. Bewerbungen sind an den Kirchgemeinderat zu richten, der den Bewerbungseingang bestätigt.
  4. Nur in den bernischen Kirchendienst aufgenommene Kandidatinnen und Kandidaten können angestellt werden. Die Voraussetzung zur Anstellung ist nach Eingang der Bewerbungen bei der oder dem Beauftragten für kirchliche Angelegenheiten abzuklären, E-Mailadresse: info.bka@jgk.be.ch.
  5. Der Kirchgemeinderat entscheidet, welche Kandidatin oder welchen Kandidaten er anstellen will.

    Der Anstellungsbeschluss umfasst:

    - Antrittsdatum,
    - Beschäftigungsgrad,
    - Dienstwohnungspflicht oder Standort der Amtsräume,
    - ev. Stellenteilung,
    - ev. weitere besondere Bestimmungen.

    Ist eine vom Kirchgemeinderat zur Anstellung vorgesehene Person nicht in den bernischen Kirchendienst aufgenommen, richtet sich das Verfahren zur Aufnahme nach den Regelungen der jeweiligen Landeskirche. Informationen finden Sie unter der entsprechenden Landeskirche auf der Seite Ausbildung.
  6. Der Kirchgemeinderat meldet seinen Personalentscheid zwecks Ausarbeitung des Arbeitsvertrages sofort der oder dem Beauftragten für kirchliche Angelegenheiten.

    Zusätzlich zu den Angaben gemäss Anstellungsbeschluss sind einzureichen:
    - Protokollauszug des Kirchgemeinderatsbeschlusses
    - bisherige Adresse der neu anzustellenden Person
    - tabellarischer Lebenslauf
    - neue Adresse der Dienstwohnung (bei Dienstwohnungspflicht)
    - Wohnadresse und Adresse der Amtsräume (ohne Dienstwohnungspflicht)
    - Namen und Funktionen der für die Kirchgemeinde Unterschriftsberechtigten (gemäss Organisationsreglement der Kirchgemeinde)
    - Datum der Kirchgemeindeversammlung (sofern Zustimmung erforderlich ist)

    Der Arbeitsvertrag wird dem Kirchgemeinderat in drei Exemplaren zugestellt. Nach allseitiger Unterzeichnung ist je ein Exemplar den beiden Vertragspartnern und der oder dem Beauftragten für kirchliche Angelegenheiten auszuhändigen. Wo die Kirchgemeindeversammlung der Anstellung zustimmen muss, ist der Arbeitsvertrag erst nach dem Beschluss der Kirchgemeindeversammlung zu unterzeichnen.
  7. Der Kirchgemeinderat legt der Kirchgemeindeversammlung seinen Personalentscheid zur Genehmigung vor. Das Verfahren richtet sich nach dem im Organisationsreglement der Kirchgemeinde geregelten Abstimmungsverfahren.
    Der Kirchgemeinderat veröffentlicht spätestens 30 Tage vor der Kirchgemeindeversammlung im offiziellen Publikationsorgan Datum, Zeit, Traktanden der Versammlung und Name der zur Anstellung vorgesehenen Pfarrperson.
  8. Stimmt die Kirchgemeindeversammlung der Anstellung zu, unterzeichnen der Kirchgemeinderat und die Pfarrperson den Arbeitsvertrag, s. Punkt 6.
  9. Lehnt die Kirchgemeindeversammlung die Anstellung ab, schreibt der Kirchgemeinderat die Stelle erneut aus.

Stellenbeschriebe / Pflichtenhefte

Stellenbeschriebe oder Pflichtenhefte sind für die Zusammenarbeit zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden eine wichtige Grundlage. Sie definieren den Auftrag und schaffen Klarheit darüber, was beide Seiten von einander erwarten können.  In Konfliktfällen tragen sie sehr oft zur Klärung bei. 
 
Für die evangelisch-reformierten Pfarrpersonen sind Stellenbeschriebe eine Voraussetzung zur Anstellung. Für die römisch-katholischen und christkatholischen Pfarrpersonen empfehlen wir ebenso, verbindliche Arbeitsvereinbarungen auszuarbeiten.

Stellenbeschriebe oder Pflichtenhefte gelten als Teil des Arbeitsvertrages, Die Kirchgemeinderäte sind gebeten, der oder dem Beauftragten für kirchliche Angelegenheiten eine rechtsgültig unterschriebene Kopie als Anhang zum Arbeitsvertrag zuzustellen.

Anstellung an Verweser- und röm.-kath. Hilfspfarrstellen

Informationen zur Anstellung von Pfarrverweserinnen und Pfarrverwesern bzw. Pfarradministratoren und Inhaberinnen und Inhabern von röm.-kath. Hilfspfarrstellen finden Sie auf folgenden Seiten:

Verweserschaften / Stellvertretung
Hilfspfarrstellen/Katecheten


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http://www.jgk.be.ch/jgk/de/index/kirchen/kirchen/anstellungen/pfarrpersonen_gemeindeleitende/wahlen.html