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Erbschaftsverwaltung

ZGB Art. 554, 555 / EG ZGB Art. 6

Die Gemeinde ordnet eine Erbschaftsverwaltung an,

  • wenn ein Erbe dauernd und ohne Vertretung abwesend ist,
  • wenn keiner der Ansprecher sein Erbrecht genügend nachzuweisen vermag,
  • wenn das Vorhandensein eines Erben ungewiss ist,
  • wenn nicht alle Erben des Erblassers bekannt sind,
  • beim Tod einer bevormundeten Person (i.d.R. durch den Vormund),
  • wo das Gesetz sie für besondere Fälle vorsieht.

Die Erbschaft bleibt den Erben entzogen, der von der Gemeinde ernannte Verwalter nimmt sie in seine Obhut, fertigt ein Inventar an und nimmt die erforderlichen Verwaltungshandlungen vor. Hat der Verstorbene einen Willensvollstrecker bezeichnet oder war er bevormundet, so ist die Verwaltung dem Willensvollstrecker bzw. dem Vormund zu übergeben. In Analogie zur amtlichen Liquidation (ZGB Art. 595) kann die Behörde die Erbschaftsverwaltung selbst übernehmen oder einer anderen Behörde, einem Beamten oder einem Dritten übertragen.


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