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Informationen für ambulante Leistungserbringende SPF, DAF und BBT

Coronavirus – Fragen und Antworten (FAQ) für die ambulanten Leistungen (Stand: 27. April 2020)

 

Was ändert sich nach der ersten Lockerung des Bundesrates ab dem 27. April 2020? 

In der ersten Etappe lockert der Bundesrat ab dem 27. April 2020 die Massnahmen bei Einrichtungen, die nur eine geringe Anzahl direkter Kontakte aufweisen, Schutzkonzepte aufweisen, Schutzkonzepte einfach umsetzen können und keine bedeutenden Personenströme verursachen.

Das bedeutet für die ambulanten Dienstleistenden, dass auch sie ihren Betrieb wieder ganz aufnehmen können. Wir machen Sie darauf Aufmerksam, auch wenn sich langsam eine Beruhigung der Situation abzeichnet, müssen weiterhin strenge Vorsichtsmassnahmen gelten. So müssen Personen, die der Risikogruppe angehören, weiterhin von zu Hause aus arbeiten. Die bisherigen Schutzmassnahmen sind ebenso weiterhin strikte zu beachten. Damit diese nach den Lockerungen vom 27. April 2020 eingehalten werden können braucht es entsprechende Konzepte, insbesondere bei personenbezogenen Dienstleistungen.

Gemäss Artikel 6a der COVID-19-Verordnung 22, die ab dem 27. April 2020 gültig sein wird, müssen soziale Einrichtungen und Betriebe mit personenbezogenen Dienstleistungen ein Schutzkonzept erarbeiten und umsetzten, um das Übertragungsrisiko zu minimieren.

 

Die Branchen- und Berufsverbände sind angehalten, branchenbezogene Grobkonzepte als Grundlage für Schutzkonzepte zu erarbeiten, auf die sich das einzelne Leistungserbringeden abstützen können Wir empfehlen Ihnen, für weitere Informationen mit CURAVIVA BE und SOCIALBERN, sowie den weiteren Berufsverbänden in Kontakt zu treten.

 

Mehr Informationen finden Sie zudem in der Erläuterungen zur COVID-19-Verordnung 2 unter Artikel 6a (S. 25 ff), BAG>Krankheiten>Infektionskrankheiten: Ausbrüche, Epidemien, Pandemien > Aktuelle Ausbrüche und Epidemien > Neues Coronavirus > Massnahmen, Verordnung und Erläuterungen.  

 
 

Gibt es spezifische Merkblätter für den ambulanten Bereich zur ausserordentlichen Corona-Situation?

Da sich die Anordnungen und Empfehlungen des BAG und den zuständigen kantonalen Behörden laufend den Gegebenheiten anpassen, werden keine eigenen Merkblätter erstellt. Bitte überprüfen Sie die Webseite des BAG www.bag-coronavirus.ch sowie die Webseite des Kantons www.be.ch/corona regelmässig, bezüglich aktueller Informationen und befolgen Sie die Verhaltens- und Hygieneregeln des BAG. Weiter stehen wir Ihnen für Fragen per Mail oder telefonisch zur Verfügung. 

Dürfen Familienbesuche im Rahmen von sozialpädagogische Familienhilfen noch stattfinden?

Sozialpädagogische Familienhilfen (SPF) sind wichtige Hilfen, um problembelastete Familien in einer Krisensituation zu unterstützen und das Kindeswohl zu sichern. Insbesondere in der jetzigen ausserordentlichen Lage sind diese Familien und Kinder besonders gefährdet und auf Hilfe angewiesen. SPF sollen daher weiter aufrechterhalten werden. Bei Familienbesuchen zuhause soll jedoch speziell auf die Einhaltung der Hygiene- und Verhaltensvorschriften (Distanz) geachtet wer-en. Wenn Mitarbeitende oder Familienmitglieder Krankheitssymptome aufweisen oder zur Gruppe der besonders gefährdeten Personen gehören, muss von einem persönlichen Besuch abgesehen werden. Als Alternative wird telefonischer (Skype) Kontakt empfohlen.

 

Wie können Familien und Kinder in einer Quarantänesituation angemessen begleitet werden?

Kinder, die sich in Quarantäne befinden, weil sie selber erkrankt sind oder Kontakt mit einer erkrankten Person hatten, sind nach Möglichkeit räumlich von den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern abzugrenzen. Besuche von Aussenstehenden sind in einer Quarantänesituation nicht erlaubt. Die Kontakte durch die SPF können daher nur telefonisch oder per Skype stattfinden. Die Kinder müssen von den Eltern gemäss den verschärften Hygiene- und Verhaltensvorschriften betreut, gepflegt und beschäftigt werden. 

 

Wie gehen wir mit Familien um, wo aus Kinderschutzgründen mehrmals in der Woche Hausbesuche zu machen wären?

Die SPF Einsätze sollen unter bestimmten Bedingungen weitergeführt werden, diese sollen jedoch zurückhaltend und unter Berücksichtigung der BAG-Vorgaben erfolgen. In der aktuellen Situation soll, wenn immer möglich, auf andere Möglichkeiten, z.B. Videoanrufe, ausgewichen werden. Es braucht diesbezüglich eine Triage der Aufträge: im Fokus bleiben hochbelastete Familien, bei welchen aus der Perspektive des Kindesschutzes erheblich Risikofaktoren bestehen. 

 

Falls eine Gefährdungssituation für Kinder zu Hause nicht ausgeschlossen werden kann, wo wende ich mich hin?

Die KESB ist als Kindesschutzbehörde zu informieren, damit allenfalls erforderliche Anordnungen, respektive Abklärungen, getroffen werden können. 

 

Wie gehen wir mit Besuchsbegleitungen um? Kann ein generelles Besuchsverbot ausgesprochen werden?

Grundsätzlich besteht das Besuchsrecht fort und sind die verfügten Beschlüsse und Anordnungen weiterhin Folge zu leisten. In dieser Situation empfiehlt das KJA dennoch, die Besuchskontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Das individuelle Vorgehen ist mit der zuweisenden Stelle abzusprechen.

 

Können Physio-, Psycho- und Ergotherapien weiter genutzt werden?

Grundsätzlich sind Massnahmen und Therapien fortzuführen, die eine Gesundheitsgefährdung aus medizinischen, psychiatrischen oder psychosozialen Gründen verhindern. Massnahmen und Angebote, die nicht einen solchen Zweck erfüllen, sind auf ein Minimum zu reduzieren. Dies gilt insbeondere für Therapiebesuche ausserhalb des Areals der Einrichtung. Hier ist je nach Konstellation auch eine Absprache mit den Leistungsbestellern für eine entsprechende Einschätzung notwendig. 

 

Kann im SPF Bereich bedingt durch den Rückgang (Wegfall) der Aufträge, Kurzarbeit beantragt werden?

Unter welchen Bedingungen und mit welchen Konsequenzen, dies erfolgen kann, wird aktuell abgeklärt. Wir empfehlen Ihnen aber Kurzarbeit anzumelden, damit keine Möglichkeiten und Fristen verpasst werden.
 

 

Wie ist die Haltung der KESB Kanton Bern zur Umsetzung des Besuchsrechts während der Corona-Massnahmen des Bundes?

Die Kontakte zum nicht primär betreuenden Elternteil sollen weitergeführt werden und nicht ausfallen, solange nicht ein Kontakt mit Risikopersonen oder erkrankten Personen zu erwarten ist und aufgrund der aktuellen Situation keine Kindswohlgefährdung besteht.

Solange die betroffenen Kinder und Eltern weder zu den Risikopersonen gehören noch Krankheitssymptome aufweisen, wird das Besuchsrecht wie bis anhin umgesetzt. Die Einschätzung, ob eine erwachsene Person zu einer Risikogruppe gehört, muss jede Person für sich selbst beantworten und kann nicht vom andern Elternteil vorgenommen werden. Im Zweifel bzw. bei Uneinigkeit ist eine schriftliche, durch die Eltern einzuholende ärztliche Einschätzung bezüglich der Risikogruppenzugehörigkeit ausschlaggebend.

Sollten noch weitergehende Massnahmen angeordnet werden, wie z.B. Ausgangssperren, wird sich die Frage nach der Ausübung von Besuchsrechten neu stellen und zu beurteilen sein.


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