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Informationen für stationäre Einrichtungen

Coronavirus – Fragen und Antworten (FAQ) stationäre Einrichtungen (Stand: 05. Juni 2020)

 

Welche Gruppengrösse in Einrichtungen ist nach den Lockerungsmassnahmen des Bundes zulässig?

Für die gemeinsamen Mahlzeiten auf den Wohngruppen gelten keine besonderen Abstandsreglen (wie bspw. in Restaurants), da es sich um den persönlichen Wohnraum der Kinder und Jugendlichen handelt. Im FAQ des BAG steht: 

Für Familien oder Wohngemeinschaften gilt die Abstandsregel nicht. 

Es gilt somit, in diesem Bereich, sinnvolle und verhältnismässige Lösungen zu finden. Allgemein kann festgehalten werden, dass die Schutzkonzepte auch laufend den Massnahmen des Bundes angepasst werden sollen.

Für die Gruppengrösse generell in Einrichtungen gelten derzeit nach den Lockerungsmassnahmen keine Einschränkungen mehr.

Was ändert sich nach der ersten Lockerungen des Bundesrates ab dem 27. April 2020? 

In der ersten Etappe lockert der Bundesrat ab dem 27. April 2020 die Massnahmen bei Einrichtungen, die nur eine geringe Anzahl direkter Kontakte aufweisen, Schutzkonzepte aufweisen, Schutzkonzepte einfach umsetzen können und keine bedeutenden Personenströme verursachen.

 

Das bedeutet für die ambulanten Dienstleistenden, dass auch sie ihren Betrieb wieder ganz aufnehmen können. Wir machen Sie darauf Aufmerksam, auch wenn sich langsam eine Beruhigung der Situation abzeichnet, müssen weiterhin strenge Vorsichtsmassnahmen gelten. So müssen Personen, die der Risikogruppe angehören, weiterhin von zu Hause aus arbeiten. Die bisherigen Schutzmassnahmen sind ebenso weiterhin strikte zu beachten. Damit diese nach den Lockerungen vom 27. April 2020 eingehalten werden können braucht es entsprechende Konzepte, insbesondere bei personenbezogenen Dienstleistungen.

Gemäss Artikel 6a der COVID-19-Verordnung 22, die ab dem 27. April 2020 gültig sein wird, müssen soziale Einrichtungen und Betriebe mit personenbezogenen Dienstleistungen ein Schutzkonzept erarbeiten und umsetzten, um das Übertragungsrisiko zu minimieren.

Die Branchen- und Berufsverbände sind angehalten, branchenbezogene Grobkonzepte als Grundlage für Schutzkonzepte zu erarbeiten, auf die sich das einzelne Leistungserbringeden abstützen können Wir empfehlen Ihnen, für weitere Informationen mit CURAVIVA BE und SOCIALBERN, sowie den weiteren Berufsverbänden in Kontakt zu treten.

 

Mehr Informationen finden Sie zudem in der Erläuterungen zur COVID-19-Verordnung 2 unter Artikel 6a (S. 25 ff), BAG>Krankheiten>Infektionskrankheiten: Ausbrüche, Epidemien, Pandemien > Aktuelle Ausbrüche und Epidemien > Neues Coronavirus > Massnahmen, Verordnung und Erläuterungen. 

 
 

Was bedeutet, dass die Massnahmen des BAG sinngemäss umgesetzt werden müssen?

Die Massnahmen des BAG müssen im stationären Bereich sinngemäss umgesetzt werden, d.h. die Hygienemassnahmen gelten, auch im Wissen, dass sie im Zusammenleben innerhalb einer Gruppe / Einrichtung mit Kindern und Jugendlichen nicht immer direkt umsetzbar sind (Abstand halten, Husten und Niessen in Ellenbeuge/Taschentuch etc.).  

 

Was ist zu tun, wenn ein Kind infiziert und positiv getestet wurde?

Mit dem Kontaktarzt ist das Vorgehen zu bestimmen. Je nach Bedarf und Möglichkeit ist eine Quarantänestation einrichten. Es muss bedacht werden, dass nicht für alle Kinder die Möglichkeit besteht, in einem Krankheitsfall nach Hause geschickt zu werden. Die Eltern und Behörden müssen informiert werden. 

 

Was bedeutet das Einhalten von Schutzmassnahmen, sind damit auch kleine Gruppen bis max. 5 Personen und die Abstandregelung gemeint?

Das Areal der Einrichtung soll nur verlassen werden, wenn die Schutzmassnahmen eingehalten werden können. Es ist richtig, dass damit insbesondere auch kleine Gruppen bis max 5 Personen und das Wahren des Abstands gemeint sind. Bewegung in der Natur erachten wir beim Einhalten der Massnahmen als sehr sinnvoll.

 
 

Was bedeutet die restriktive Handhabung der Besuchsregelung?

Der Besuch der Herkunftsfamilie an den Wochenenden ist auf ein Minimum zu reduzieren. Falls in der Herkunftsfamilie Personen leben, die gemäss den Ausführungen des BAG zur Risikogruppe gehören, ist von Besuchen zu Hause ganz abzusehen. Grundsätzlich sollten Massnahmen und Therapien fortgeführt werden, die eine Gesundheitsgefährdung aus medizinischen, psychiatrischen oder psychosozialen Gründen verhindern. Im Sinne des Kindeswohls bzw. des Kindesschutzes ist deshalb im Einzelfall (mit einer engen Auslegung) die Besuchsrechtsfrage zu entscheiden und mit der Herkunftsfamilie zu klären. Externe Besuche in die Einrichtung sind grundsätzlich zu unterlassen, alternative Kontaktformen wie Skype und andere social media sind zu ermöglichen.

Erfolgte Besuchskontakte müssen in entsprechenden Listen dokumentiert werden.
Für begleitete Transporte mit Kindern und Jugendlichen ist das Auto dem öffentlichen Verkehr vorzuziehen. Bei Nutzung des öffentlichen Verkehrs ist darauf zu achten, dass dieser ausserhalb der Stosszeiten erfolgt.

Was sind die aktuellen Weisungen zum Besuchsverbot in Heimen

Mit Brief von Bundesrat Alain Berset vom 20. März 2020 an die kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und –direktoren und Mitglieder von CURAVIVA Schweiz wurde das zuvor ausgesprochene Besuchsverbot nochmals aufgenommen und präzisiert. Der Bundesrat hält fest, dass Ausnahmen möglich sind für:

  • Eltern, die ihre Kinder besuchen;
  • Partner, die eine gebärende Frau besuchen;
  • Angehörige, die eine sterbende Person besuchen.

Eltern, die ihre Kinder, oder Angehörige, die eine sterbende Person besuchen, sind von diesem Besuchsverbot ausgeschlossen. Weiter präzisiert der Bund diese Regelung dahingehend, dass Sie ausnahmsweise Angehörigen erlauben können, Personen zu besuchen, die sich in einer besonders schwierigen oder belastenden Situation befinden. Bei solchen Besuchen müssen die vom BAG empfohlenen Schutzmassnahmen strikt eingehalten werden. Auch diese ergänzende Regelung gilt es in Ihrem Heim zu beachten.

Was ist bei Unterbringungen gem. Art. 310 ZGB weiter zu beachten?

Bei einer Unterbringung gem. Art. 310 ZGB muss jede Änderung (von der Unterbringungsverfügung  abweichend) wie bisher zwingend mit der KESB abgesprochen werden.

Gibt es Plattformen für den Arbeitseinsatz im Gesundheits- und Sozialbereich? 

Im Kanton Bern ist eine vom Kanton betriebene Plattform gegenwärtig im Aufbau.
Für Kitas und für Betreuungsangebote für Menschen mit Behinderung besteht ein ähnliches Angebot unter

Zusätzlich besteht für Soziale Institutionen sowie für Personen mit IV-Assistenz ab sofort die Möglichkeit auf dem Stellenmarkt von sozialinfo.ch kostenlose Inserate für Covid-19-Aushilfsstellen aufzuschalten: https://www.sozialinfo.ch/jobs/covid-19-aushilfsstellen.html 

 

Sind Schliessungen von Einrichtungen ein Thema, gibt es einen Plan für den Fall, dass Schliessungen notwendig würden?

Zurzeit sind Schliessungen kein Thema, wobei sich die Situation in einer Einrichtung schnell ändern kann. In einem solchen Fall müssen rasch spezifische, auf den Einzelfall angepasste Lösungen gefunden werden. Die kantonal zuständigen Ämter bieten Hand für Unterstützung und Beratung und stehen mit dem Verband soziale Institutionen Kanton Bern socialbern in engem Austausch. 

Der Kanton hat zudem vorgesorgt, indem er vorsorglich die in der Regel gültige Platzbeschränkung aufhob, damit Covid-19-bedingte Aufnahmen jederzeit gewährt werden können.
 

 

Welche Möglichkeiten bestehen, wenn Mitarbeitende einer Einrichtung vom Zivilschutz einen Marschbefehl erhalten und für die Betreuungsarbeit wegfallen könnten? 

  • Bei einem Aufgebot für den Zivilschutz kann ein Dispensations-, oder ein Verschiebungsgesuch gestellt werden. Zuständig und kompetent für die Bewilligung von Dispensations- und Verschiebungsgesuchen ist die aufbietende regionalen Zivilschutzorganisationen (ZSO). Dem Gesuch ist eine Bestätigung des Arbeitgebers beizulegen, dass der Gesuchstellende im Betrieb unentbehrlich ist. Das Amt für Bevölkerungsschutz, Sport und Militär des Kantons Bern unterstützt Gesuche von Mitarbeitenden aus dem stationären Bereich, die unentbehrlich sind.

  • Der Zivildienst arbeitet, Stand heute, ausschliesslich mit freiwilligen Aufgeboten, also werden keine Personen aus systemrelevanten Bereichen abgezogen.


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