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Fahrende

Zurzeit bestehen im Kanton Bern für Jenische, Sinti und Roma mit fahrender Lebensweise offiziell je zwei grössere Stand- und Durchgangsplätze. Dass dies nicht genügt, zeigt das Konzept für Stand-, Durchgangs- und Transitplätze für Fahrende im Kanton Bern (2011) (PDF, 61 KB, 11 Seiten) sowie die Besetzung der kleinen Allmend in Bern im April 2014 durch eine Gruppe von Fahrenden. In der Folge schuf der Kanton in Zusammenarbeit mit Gemeinden und Grundeigentümern innerhalb kurzer Zeit provisorische Halteplätze. Diese befinden sich von Frühling bis Herbst in Bern und Biel.

Bereits im Januar 2013 verabschiedete der Regierungsrat des Kantons Bern ein Standortkonzept für Fahrende im Kanton Bern (PDF, 2 MB, 14 Seiten). Darin zeigt er die Ergebnisse einer Standortevaluation für Halteplätze für Fahrende auf. Im Mai 2014 erteilte der Regierungsrat den Auftrag (PDF, 93 KB, 1 Seite), bis 2017 bis zu sieben neue Halteplätze zu schaffen und planungsrechtlich zu sichern. Dabei nimmt die Arbeitsgruppe Fahrende eine wichtige Rolle ein. Sie ermöglicht den Einbezug unterschiedlicher Akteure im Bereich Fahrende und setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Kantons, der bernischen Kommunalverbände und der Fahrenden zusammen. Der Dialog mit den Gemeinden ist sehr wichtig, um die Akzeptanz gegenüber den Fahrenden zu fördern.

Am 12. September 2016 sprach sich der Grosse Rat des Kantons Bern klar für den Rahmenkredit für die Planung und Realisierung neuer Halteplätze für schweizerische Fahrende aus. Somit werden in Erlach, Herzogenbuchsee und Muri b. Bern neue Halteplätze für schweizerische Fahrende geplant und gebaut. Gleichzeitig wies der Grosse Rat des Kantons Bern den Objektkredit für die Planung und Realisierung eines Transitplatzes für ausländische Fahrende zurück.

In der Folge führte der Regierungsrat mit dem Bund Verhandlungen und suchte nach geeigneten Alternativstandorten. Im Rahmen der Märzsession 2019 beschloss der Grosse Rat einen Objektkredit für die Planung, Projektierung und Realisierung eines Transitplatzes in der Gemeinde Wileroltigen. Gegen diesen Kredit wurde das Finanzreferendum ergriffen. Die Berner Stimmbevölkerung hat im Rahmen der Abstimmung vom 9. Februar 2020 den Kredit angenommen. Das AGR hat in der Folge die Planungsarbeiten aufgenommen. Die Inbetriebahme des Halteplatzes ist für das Jahr 2024 vorgesehen. Bis zu einem definitiven Transitplatz sollen im Kanton ebenfalls provisorische Halteplätze für ausländische Fahrende zur Verfügung stehen.


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