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Was ist der Richtplan?

Der Richtplan als Führungsinstrument der Regierung

Der Richtplan ist eines der Führungsinstrumente der Regierung. Mit ihm wird die räumliche Dimension in die strategischen Entscheide der Regierung eingebracht. Er wird abgestimmt mit der politischen Gesamtplanung, den Richtlinien der Regierungspolitik und der Finanzplanung.

Der Richtplan ist ein selbständiges Instrument. Er setzt den Rahmen für konsolidierte Sachplanungen, Leitbilder und Konzepte des Kantons, ersetzt diese jedoch nicht. Wo solche mit dem Bund und den Nachbarkantonen abgestimmt werden müssen, werden die abstimmungsbedürftigen Inhalte im Richtplan dargestellt. Wegen des strategischen Charakters des Instruments ist der Richtplan nicht themen- und flächendeckend. Er enthält mehr richtungsweisende Festlegungen (Spielregeln, Grundsätze) als Abstimmungsanweisungen (räumlich konkrete Aussagen). Er setzt bei denjenigen Massnahmen Prioritäten, bei denen Handlungsspielräume bestehen und die grosse Wirkung erzielen können.

Der Richtplan als konsistentes Ziel- und Massnahmensystem

Der Richtplan umfasst vier Hauptteile:

  • Der politische Auftrag an die Raumplanung wird mit dem Raumkonzept Kanton Bern erteilt. Dieses zeigt die angestrebte Raumstruktur auf und setzt den Rahmen für raumrelevante Entscheide, Prozesse und Planungen. Es setzt die angestrebte Entwicklung des Kantons sowie thematische, räumliche und organisatorische Ziele fest.
  • Auf der thematischen Ebene werden die Ziele im Strategieteil gesetzt.
  • Die daraus abgeleiteten konkreten Massnahmen werden im Massnahmenteil dargestellt. Diese werden für die Umsetzung mit Prioritäten versehen.
  • Die Richtplan-Gesamtkarte zeigt die räumlich konkretisierbaren Inhalte in einem einzigen Kartenblatt auf; diese Inhalte können auch interaktiv im Richtplan-Informationssystem abgerufen und mit anderen Grundlagen kombiniert werden.

Der Richtplan als Instrument zur Prioritätensetzung

Der Richtplan umfasst Ziele und Massnahmen, die aus fachlicher Sicht für die angestrebte Raumordnung des Kantons prioritär sind. Der Regierungsrat setzt aus politischer Sicht zusätzliche Prioritäten: Er bezeichnet Massnahmen, die bei der Umsetzung prioritär behandelt werden sollen. Diese zielen darauf ab, die Kräfte auf Gebiete zu konzentrieren, die wirtschaftlichen Erfolg versprechen, den ländlichen Raum zu stärken und in Abstimmung mit den Regionen den Richtplan effizient zu bewirtschaften.

Der Richtplan als Orientierungsrahmen

Der Richtplan ist bei raumwirksamen Entscheiden und in der Interessenabwägung ein Orientierungsrahmen für alle Beteiligten in der Raumplanung des Kantons Bern - für Bundesstellen, Nachbarkantone, kantonale Stellen, Regionen, Gemeinden und auch Private. Er zeigt die wichtigsten Interessen und den Handlungsbedarf des Kantons in der Raumordnungspolitik auf. Wo möglich werden konkrete räumliche Aussagen gemacht und auf thematischen Karten präsentiert.

Die Richtplanung als Prozess

Der Richtplan ist kein starres Instrument. Er kann - vor allem auf der konkreten Massnahmenebene - verändert und erweitert werden. Deshalb wird er mit einem Controlling auf allen Zielebenen versehen. Zudem werden klare Abläufe für die Bewirtschaftung definiert.


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